Was wir tun – kurz gefasst:
NetZPol unterstützt Akteur:innen aus Polizei und Zivilgesellschaft in Berlin dabei:
- Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Polizei zu stärken und zu verbessern
- Austausch und Kooperation im Themenfeld Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufzubauen oder weiterzuentwickeln
- Verständnis füreinander und gegenseitiges Vertrauen anzuregen, aufzubauen und zu erhalten
- das Wissen übereinander zu vergrößern und zu reflektieren
Unser Selbstverständnis
Wir verstehen uns als vermittelnde und unterstützende Stelle.
Unser Ansatz ist:
- allparteilich: Wir vertreten keine Seite, sondern schaffen Räume, in denen alle Perspektiven Platz haben - immer auf Grundlage einer menschenrechtsorientierten und diskriminierungskritischen Grundhaltung. Das bedeutet für uns auch, weniger etablierte oder leisere Stimmen sicht- und hörbar zu machen.
- dialogorientiert: Wir glauben, dass Vertrauen und Zusammenarbeit dann entstehen, wenn Menschen miteinander sprechen – auch bei unterschiedlichen Haltungen.
- sensibel für unterschiedliche Rollen, Erfahrungen und Machtgefälle: Polizei und Zivilgesellschaft arbeiten mit verschiedenen Aufträgen und Rahmenbedingungen. Wir nehmen diese ernst und beziehen sie in unsere Arbeit ein.
- klar in der Haltung: Wir treten für demokratische Werte und gegen jede Form von Diskriminierung ein.
Wie kam es zur Netzwerkstelle Zivilgesellschaft und Polizei in Berlin?
Im Jahr 2024 wurde von der Camino gGmbH im Auftrag der Landesstelle für Antidiskriminierung (LADS) die Studie „Zivilgesellschaft und Polizei. Kooperationsformen in der Bekämpfung und Prävention Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ veröffentlicht.
Die Studie zeigt:
In Berlin gibt es bereits viele gute Ansätze der Zusammenarbeit im Themenfeld GMF. Gleichzeitig gibt es Unsicherheiten, fehlende Ansprechpartner:innen und Hürden im direkten Austausch. Deshalb empfiehlt die Studie, eine Netzwerkstelle einzurichten, die unterstützt – durch Information, Vernetzung, Koordination, Beratung und Moderation.
Warum das MBT diese Aufgabe übernimmt
Das Mobile Beratungsteam Berlin (MBT) arbeitet seit 2001 mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Polizei zusammen. Viele Akteur:innen kennen und vertrauen dem MBT – weil es allparteilich arbeitet, Perspektiven zusammenbringt und Arbeitsprozesse und Konflikte professionell begleitet.
Dieses Vertrauen, kombiniert mit fachlicher Erfahrung in Beratung, Moderation und Netzwerkaufbau, bildet die Grundlage für die Einrichtung von NetZPol im MBT Berlin. Hierauf baut NetZPol auf.